FAQ zur HZV
Häufig gestellte Fragen zur Hausarztzentrierten Versorgung
Ja. Die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) ist ein etabliertes Primärarztsystem, bei dem Hausärztinnen und Hausärzte als erste Anlaufstelle für ihre eingeschriebenen Patientinnen und Patienten fungieren.
Sie übernehmen eine zentrale Lotsenfunktion, koordinieren die medizinische Versorgung und steuern bei Bedarf die Weiterbehandlung durch Fachärztinnen und Fachärzte. Ziel ist eine kontinuierliche, bedarfsgerechte und gut abgestimmte Patientenversorgung.
Die Teilnahmevoraussetzungen für Hausärztinnen und Hausärzte sind in den jeweiligen HZV-Verträgen geregelt und können je nach Krankenkasse variieren.
Eine Übersicht der Teilnahmevoraussetzungen sowie die entsprechenden Vertragsunterlagen finden Sie über die nachfolgende Verlinkung zum Hausärztinnen- und Hausärzteverband.
Die detaillierten Voraussetzungen sind im jeweiligen HZV-Vertrag unter § 3 aufgeführt.
Hinweis zur Teilnahme angestellter Ärztinnen und Ärzte
Die Teilnahme an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) ist grundsätzlich auch für angestellte Hausärztinnen und Hausärzte möglich, sofern die Voraussetzungen des jeweiligen HZV-Vertrags erfüllt sind.
Die entsprechenden Regelungen finden Sie im jeweiligen Hauptvertrag, insbesondere unter § 1 (Allgemeines) beziehungsweise § 3 (Teilnahmevoraussetzungen und besondere Qualifikations- und Qualitätsanforderungen).
Weitere Informationen enthalten die aktuellen HZV-Vertragsunterlagen für Thüringen.
Voraussetzung für die Teilnahme an der HZV ist eine gültige Versicherung bei einer Krankenkasse, die einen entsprechenden HZV-Vertrag anbietet.
Die Teilnahme ist freiwillig. Patientinnen und Patienten entscheiden sich für eine teilnehmende Hausarztpraxis, die künftig als erste Anlaufstelle ihre medizinische Versorgung koordiniert.
Weitere Teilnahmebedingungen richten sich nach dem jeweiligen HZV-Vertrag.
Die Einschreibung in die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) erfolgt direkt in der teilnehmenden Hausarztpraxis. Je nach HZV-Vertrag stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung:
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Online-Einschreibung: Die Teilnahmeerklärung wird aus der Vertragssoftware ausgedruckt und unterzeichnet. Die Übermittlung der Einschreibedaten erfolgt anschließend elektronisch über einen individuellen TE-Code.
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Offline-Einschreibung: Die unterzeichnete Teilnahmeerklärung verbleibt in der Praxis beziehungsweise wird den Versicherten ausgehändigt. Der zusätzlich erforderliche HZV-Beleg wird postalisch an die HÄVG AG übermittelt.
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Vollständig digitale Einschreibung (DETE): In entsprechend ausgestatteten HZV-Verträgen kann die gesamte Einschreibung einschließlich der Unterschrift und Archivierung digital erfolgen.
Wichtig: Vor der Einschreibung müssen Patientinnen und Patienten über die Teilnahmebedingungen, die Datenverarbeitung und ihre Rechte informiert werden. Die unterzeichneten Teilnahmeerklärungen sind entsprechend den gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben aufzubewahren (derzeit regelmäßig zehn Jahre).
Aktuelle Informationen zu den Einschreibeverfahren, den jeweiligen Vertragsregelungen und den erforderlichen Unterlagen finden Sie in den HZV-FAQ des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes. Materialien zur Patienteneinschreibung stehen zudem im HZV-Bestellshop zur Verfügung.
Die Teilnahme an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) beginnt nach erfolgreicher Prüfung und Bestätigung durch die jeweilige Krankenkasse frühestens zum nächsten vorgesehenen Quartalsbeginn.
Für die Patienteneinschreibung gelten folgende Stichtage:
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Teilnahme ab 1. Januar (1. Quartal): Einschreibung bis 1. November des Vorjahres
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Teilnahme ab 1. April (2. Quartal): Einschreibung bis 1. Februar
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Teilnahme ab 1. Juli (3. Quartal): Einschreibung bis 1. Mai
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Teilnahme ab 1. Oktober (4. Quartal): Einschreibung bis 1. August
Die Einschreibedaten beziehungsweise HZV-Belege müssen bis zum jeweiligen Stichtag bei der HÄVG AG eingegangen sein.
Nach Prüfung der Teilnahme erhalten Patientinnen und Patienten eine Bestätigung ihrer Krankenkasse. Die Hausarztpraxis wird über den „Informationsbrief Patiententeilnahmestatus“ über bestätigte, noch in Prüfung befindliche oder abgelehnte Einschreibungen informiert.
Wichtig: Eine Abrechnung über die HZV ist erst möglich, wenn die Teilnahme durch die Krankenkasse bestätigt wurde und der entsprechende Teilnahmestatus vorliegt.
Der HZV-Online-Key (HOK) ermöglicht eine sichere, verschlüsselte Datenübertragung zwischen der Hausarztpraxis und dem Rechenzentrum der HÄVG AG.
Der bisher als USB-Stick bereitgestellte HOK wird schrittweise durch den virtuellen HZV-Online-Key (vHOK) ersetzt. Dieser nutzt ein digitales Sicherheitszertifikat und benötigt keine zusätzliche Hardware.
Der HZV-Online-Key ermöglicht insbesondere folgende Funktionen:
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Online-Teilnahmeprüfung: Überprüfung des aktuellen HZV-Teilnahmestatus von Patientinnen und Patienten, beispielsweise zur Vermeidung von Doppel- und Fehlabrechnungen.
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Online-Patienteneinschreibung: Elektronische Übermittlung der Einschreibedaten über die Vertragssoftware, sofern das jeweilige Einschreibeverfahren dies vorsieht.
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Online-Abrechnung: Sichere elektronische Übermittlung der HZV-Abrechnungsdaten an das Rechenzentrum.
Wichtig: Bei bestehenden HOK erfolgt die Umstellung auf den vHOK in der Regel automatisch vor Ablauf des bisherigen Zertifikats. Die entsprechenden technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein.
Weitere Informationen zur Einrichtung und Nutzung finden Sie in der technischen Dokumentation der HÄVG AG.
Nein. Patientinnen und Patienten, die an der HZV teilnehmen, werden beim Besuch einer anderen Hausarztpraxis nicht automatisch als Privatpatienten behandelt.
Erfolgt die Behandlung im Rahmen einer Vertretung durch eine ebenfalls am entsprechenden HZV-Vertrag teilnehmende Hausarztpraxis, kann diese die Vertreterpauschale sowie gegebenenfalls weitere vertraglich vorgesehene Leistungen über die HZV abrechnen.
Die Abrechnung richtet sich nach den jeweiligen Vertragsregelungen.
Bei bundesweit geltenden HZV-Verträgen erfolgt die Abrechnung von Vertretungsfällen grundsätzlich auch KV-regionsübergreifend über die HZV. Die behandelnde Hausarztpraxis kann hierfür die vertraglich vorgesehene Vertreterpauschale sowie gegebenenfalls zusätzliche Einzelleistungen abrechnen.
Ausnahme: Ist die Patientin oder der Patient bei einer Hausarztpraxis in Baden-Württemberg in die HZV eingeschrieben, erfolgt die Abrechnung des Vertretungsfalls über die zuständige Kassenärztliche Vereinigung (KV).
Hinweis: Nutzen Sie vor der Abrechnung die Online-Teilnahmeprüfung über den HZV-Online-Key (HOK/vHOK), um den Teilnahmestatus zu überprüfen. Die konkreten Abrechnungsvoraussetzungen richten sich nach dem jeweiligen HZV-Vertrag.
Mit der Teilnahme an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) verpflichten sich Patientinnen und Patienten, grundsätzlich ihre gewählte Hausarztpraxis als erste Anlaufstelle aufzusuchen. Fachärztliche Behandlungen erfolgen in der Regel auf Überweisung.
Ausgenommen sind insbesondere:
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Medizinische Notfälle und geregelte Vertretungsfälle
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Direkte Besuche bei Augen- sowie Frauenärztinnen und Frauenärzten
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Die Inanspruchnahme von Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten
Bei wiederholten Verstößen gegen die Teilnahmebedingungen kann die Krankenkasse unter den vertraglich festgelegten Voraussetzungen die HZV-Teilnahme beenden.
Weitere Ausnahmen und Einzelheiten richten sich nach dem jeweiligen HZV-Vertrag.
Grundsätzlich können sich Hausärztinnen und Hausärzte im Rahmen der HZV gegenseitig vertreten, sofern sie am selben HZV-Vertrag teilnehmen und die jeweiligen vertraglichen Voraussetzungen erfüllen.
Teilnehmende Hausärztinnen und Hausärzte sind verpflichtet, mindestens eine geeignete Vertretung zu benennen und ihre HZV-Patientinnen und -Patienten über die Vertretungsregelung zu informieren.
Besonderheit IKK classic: Kann keine am entsprechenden HZV-Vertrag teilnehmende Vertretung vor Ort benannt werden, muss dies der HÄVG AG unter Angabe der Gründe sowie einer alternativen Vertretung mitgeteilt werden. Die weitere Klärung erfolgt in Abstimmung mit der IKK classic.
Leistungen, die nicht im HZV-Ziffernkranz (Anhang 1 zu Anlage 3 des jeweiligen HZV-Vertrags) enthalten sind, können weiterhin über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) abgerechnet werden, sofern die entsprechenden Abrechnungsvoraussetzungen erfüllt sind.
Maßgeblich sind die Regelungen und der jeweils gültige Ziffernkranz des betreffenden HZV-Vertrags.
Die Vertreterpauschale kann abgerechnet werden, wenn eine am entsprechenden HZV-Vertrag teilnehmende Hausarztpraxis einen Patienten behandelt, der bei einer anderen Hausarztpraxis in diesen Vertrag eingeschrieben ist.
Voraussetzung ist ein entsprechender Arzt-Patienten-Kontakt im Abrechnungsquartal. Liegt ein gezielter Überweisungsauftrag (HZV-Zielauftrag) vor, gelten hierfür gesonderte Abrechnungsregelungen.
Wichtig: Innerhalb derselben Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) oder desselben Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) kann keine Vertreterpauschale abgerechnet werden.
Zur Überprüfung des HZV-Teilnahmestatus empfiehlt sich die Online-Teilnahmeprüfung über den HZV-Online-Key (HOK/vHOK). Die konkreten Abrechnungsvoraussetzungen richten sich nach dem jeweiligen HZV-Vertrag.
Innerhalb derselben Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) oder desselben Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) entsteht bei der Behandlung eines HZV-Patienten durch einen Praxispartner kein abrechenbarer Vertretungsfall. Eine Vertreterpauschale kann daher nicht abgerechnet werden.
Die Behandlung kann durch einen anderen Arzt der Praxis übernommen werden, sofern dieser am entsprechenden HZV-Vertrag teilnimmt oder mit seinen erforderlichen Qualifikationen bei der HÄVG AG gemeldet ist.
Die erbrachten Leistungen werden unter Angabe der lebenslangen Arztnummer (LANR) des tatsächlich behandelnden Arztes dokumentiert. Die HZV-Vergütung wird dem ursprünglich gewählten Betreuarzt zugeordnet.
Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen HZV-FAQ des Bundesverbandes.
Ja. Innerhalb einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) oder eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) können Praxispartner grundsätzlich auch Einzelleistungen für den gewählten HZV-Betreuarzt erbringen.
Voraussetzung ist, dass der tatsächlich behandelnde Arzt über die gegebenenfalls erforderlichen Zusatzqualifikationen verfügt, beispielsweise eine entsprechende Qualifikation zur Sonografie.
Die Abrechnung richtet sich nach den Regelungen des jeweiligen HZV-Vertrags.
Ja. Kinder und Jugendliche, die an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) teilnehmen, können eine Kinder- und Jugendarztpraxis sowohl für Vorsorgeuntersuchungen als auch für die medizinische Behandlung ohne Überweisung aufsuchen.
Der gewählte HZV-Hausarzt bleibt für die altersgerechte hausärztliche Versorgung verantwortlich. Sofern bestimmte Vorsorgeuntersuchungen nicht in der eigenen Praxis durchgeführt werden, kann hierfür im Rahmen der jeweiligen Vertragsregelungen eine andere, an der HZV teilnehmende Praxis per Zielauftrag eingebunden werden.
Die Abrechnung dieser Leistungen richtet sich nach den Bestimmungen und der jeweils gültigen Honoraranlage des entsprechenden HZV-Vertrags.
Ja. Patientinnen und Patienten, die an der HZV teilnehmen, benötigen für fachärztliche Behandlungen grundsätzlich eine Überweisung ihrer gewählten Hausarztpraxis.
Ausgenommen sind insbesondere direkte Besuche bei Augenärztinnen und Augenärzten, Frauenärztinnen und Frauenärzten sowie Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten.
In medizinischen Notfällen ist eine fachärztliche Behandlung ebenfalls ohne vorherige Überweisung möglich. Weitere Ausnahmen können sich aus den jeweiligen HZV-Verträgen ergeben.
Überweisungen für HZV-Patientinnen und -Patienten werden wie gewohnt durch die Hausarztpraxis ausgestellt und entsprechend dokumentiert. Dabei ist die HZV-Teilnahme zu berücksichtigen.
Für die Abrechnung wird zwischen zwei Fällen unterschieden:
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Überweisung an eine Facharztpraxis: Die fachärztlichen Leistungen werden grundsätzlich über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) nach den geltenden EBM-Regelungen abgerechnet.
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HZV-Zielauftrag: Wird eine andere, am entsprechenden HZV-Vertrag teilnehmende Hausarztpraxis gezielt mit der Durchführung bestimmter Leistungen beauftragt, erfolgt die Abrechnung nach den Regelungen des jeweiligen HZV-Vertrags.
Das Ausstellen einer Überweisung wird im Rahmen der HZV nicht gesondert vergütet. Maßgeblich sind die jeweiligen vertraglichen Abrechnungsbestimmungen.
Werden HZV-Patientinnen und -Patienten zur Durchführung bestimmter Untersuchungen, beispielsweise Sonografie, Lungenfunktionsprüfung oder Ergometrie, gezielt an eine andere am entsprechenden HZV-Vertrag teilnehmende Hausarztpraxis überwiesen, gelten die jeweiligen vertraglichen Abrechnungsregelungen.
Je nach HZV-Vertrag können diese Leistungen über eine Zielauftragspauschale, als gesonderte Einzelleistung oder bereits im Rahmen bestehender Pauschalen vergütet werden.
Wichtig: Ob eine zusätzliche Abrechnung möglich ist, richtet sich nach der jeweils gültigen Honoraranlage (Anlage 3) des betreffenden HZV-Vertrags. Auch vertraglich festgelegte Qualifikations- und Ausstattungsvoraussetzungen sind zu beachten.
Eine aktuelle Übersicht der Vergütungsregelungen finden Sie in den HZV-Vertragsunterlagen für Thüringen.
Bei eigenen HZV-Patientinnen und -Patienten ist die Chirotherapie grundsätzlich mit den vertraglichen Pauschalen abgegolten.
Erfolgt die Behandlung im Rahmen eines HZV-Zielauftrags durch eine andere teilnehmende Hausarztpraxis, kann die vertraglich vorgesehene Zielauftragspauschale abgerechnet werden.
Maßgeblich sind die Abrechnungsbestimmungen des jeweiligen HZV-Vertrags.
Akupunkturleistungen, die bei entsprechender medizinischer Indikation Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung sind, werden im Rahmen der HZV grundsätzlich über die vertraglichen Pauschalen vergütet.
Eine gesonderte Vergütung ist nur möglich, sofern der jeweilige HZV-Vertrag dies ausdrücklich vorsieht. Maßgeblich sind die geltenden Abrechnungsbestimmungen und die jeweilige Honoraranlage.
Bei Laborleistungen ist zwischen der Abrechnung über die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zu unterscheiden.
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Laborleistungen innerhalb der HZV: Leistungen, die im jeweiligen HZV-Ziffernkranz (Anhang 1 zu Anlage 3) enthalten sind, werden über die vertraglichen Pauschalen oder als Einzelleistungen vergütet. Werden diese durch eine Laborgemeinschaft erbracht, erfolgt die Kostenabrechnung grundsätzlich direkt mit der Hausarztpraxis. Eine Anforderung zulasten der KV über Muster 10 oder 10A ist hierfür nicht zulässig.
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Laborleistungen außerhalb der HZV: Leistungen, die nicht Bestandteil des jeweiligen HZV-Ziffernkranzes sind, können bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen weiterhin über die KV abgerechnet und mittels Muster 10 beziehungsweise 10A angefordert werden.
Wichtig: Maßgeblich ist der jeweils gültige HZV-Ziffernkranz des betreffenden Vertrags. Vor der Laboranforderung sollte daher geprüft werden, welchem Abrechnungsweg die jeweilige Leistung zugeordnet ist.
Die Vergütung psychosomatischer Leistungen im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) richtet sich nach dem jeweiligen HZV-Vertrag.
Je nach Vertragsregelung erfolgt die Vergütung über einen Psychosomatik-Zuschlag oder als gesonderte Einzelleistung.
Wichtig: Bei Psychosomatik-Zuschlägen muss grundsätzlich der gewählte HZV-Betreuarzt selbst über die erforderliche Qualifikation verfügen. Bei gesondert abrechenbaren Einzelleistungen kann je nach Vertrag auch die Qualifikation des tatsächlich behandelnden Praxispartners ausreichend sein.
Maßgeblich sind die Qualifikations- und Abrechnungsvoraussetzungen der jeweils gültigen Honoraranlage (Anlage 3) des betreffenden HZV-Vertrags. Die Verträge finden sie hier.
Impfleistungen sind Bestandteil der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV). Je nach HZV-Vertrag werden sie entweder als Einzelleistung vergütet oder sind bereits in den vertraglichen Pauschalen enthalten.
Wichtig: Auch bei Impfleistungen, die über eine Pauschale abgegolten sind, müssen die jeweiligen Dokumentationsvorgaben beachtet werden. Eine zusätzliche Abrechnung bereits über die HZV vergüteter Leistungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist nicht zulässig.
In einzelnen HZV-Verträgen, beispielsweise mit der IKK classic, können darüber hinaus zusätzliche Vergütungen bei Erreichen bestimmter Impfquoten vorgesehen sein.
Maßgeblich sind die jeweils gültige Honoraranlage (Anlage 3), der zugehörige HZV-Ziffernkranz sowie die Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
Die aktuellen HZV-Vertragsunterlagen und Ziffernkränze für Thüringen sowie die Schutzimpfungs-Richtlinie des G-BA enthalten die weiterführenden Informationen.
Die Abrechnung von Leistungen im Rahmen der Disease-Management-Programme (DMP) erfolgt auch bei HZV-Patientinnen und -Patienten weiterhin über die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVTh).
Die aktive Teilnahme der Hausarztpraxis an den DMP für Asthma bronchiale, COPD, Diabetes mellitus Typ 2 und Koronare Herzkrankheit (KHK) gehört zu den Teilnahmevoraussetzungen der entsprechenden HZV-Verträge.
Wichtig: Die Teilnahme der einzelnen Patientinnen und Patienten an einem DMP ist unabhängig von ihrer Einschreibung in die HZV und richtet sich nach den jeweiligen medizinischen Voraussetzungen.
Weitere Informationen zur DMP-Abrechnung und den Teilnahmebedingungen finden Sie bei der KV Thüringen.
Ja. Liegt bei einer Patientin oder einem Patienten bereits zu Beginn der HZV-Teilnahme eine chronische Erkrankung vor, kann die Chronikerpauschale P3 grundsätzlich ab Teilnahmebeginn abgerechnet werden.
Voraussetzung ist, dass die vertraglichen Kriterien für die Chronikerpauschale erfüllt sind und die entsprechende Diagnose gesichert dokumentiert wird.
Maßgeblich sind die Regelungen der jeweils gültigen Honoraranlage (Anlage 3) des betreffenden HZV-Vertrags. Die Verträge finden sie hier.
Als chronisch krank gelten im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) Patientinnen und Patienten mit einer länger andauernden Erkrankung, die eine kontinuierliche medizinische Betreuung erfordert.
Für die Abrechnung der Chronikerpauschale P3 müssen die im jeweiligen HZV-Vertrag festgelegten Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören insbesondere die gesicherte Dokumentation der chronischen Erkrankung sowie die Einhaltung der vertraglichen Abrechnungsbestimmungen.
Wichtig: Nicht jede chronische Diagnose berechtigt automatisch zur Abrechnung der P3. Entscheidend sind die Kriterien der jeweils gültigen Honoraranlage (Anlage 3) des entsprechenden HZV-Vertrags.
Die aktuellen HZV-Vertragsunterlagen und Ziffernspicker für Thüringen enthalten weiterführende Informationen zu den Abrechnungsvoraussetzungen.
In den Thüringer HZV-Verträgen sind Wegegelder bei regulären Hausbesuchen sowie bei Besuchen zur Unzeit grundsätzlich bereits durch die vertraglich vorgesehenen Vergütungen abgegolten.
Eine gesonderte Abrechnung richtet sich nach den Bestimmungen der jeweils gültigen Honoraranlage (Anlage 3) des betreffenden HZV-Vertrags.
Auch im Rahmen der HZV gilt das gesetzliche Wirtschaftlichkeitsgebot gemäß §§ 12 und 70 SGB V. Arzneimittelverordnungen müssen medizinisch notwendig, zweckmäßig und wirtschaftlich sein.
Einzelne HZV-Verträge sehen darüber hinaus besondere Vereinbarungen zur rationalen Pharmakotherapie vor. Bei Erfüllung bestimmter vertraglicher Voraussetzungen können hierfür zusätzliche Vergütungszuschläge gewährt werden.
Die geltenden Regelungen, Zielvorgaben und Vergütungsvoraussetzungen sind den jeweiligen HZV-Vertragsunterlagen zu entnehmen.
Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen HZV-Verträgen für Thüringen.
Bei einer Kündigung der HZV-Teilnahme, Praxisaufgabe oder Praxisübergabe muss die HÄVG AG frühzeitig informiert werden.
Die geltenden Fristen und erforderlichen Schritte richten sich nach dem jeweiligen HZV-Vertrag und dem Grund der Beendigung.
Wichtig: Bei einer Praxisübergabe bestehen unter bestimmten Voraussetzungen Möglichkeiten, die eingeschriebenen HZV-Patientinnen und -Patienten auf die übernehmende Praxis zu übertragen.
Weitere Informationen und das erforderliche Meldeformular finden Sie in den HZV-Vertragsunterlagen für Thüringen unter der Rubrik „Vertragsübergreifende Dokumente“. Dort steht das Formular „Praxisaufgabe/Praxisübergabe“ zum Download bereit.
Einzelne HZV-Verträge sehen besondere telemedizinische Versorgungsangebote vor. Ziel ist es, insbesondere mobilitätseingeschränkte und chronisch kranke Patientinnen und Patienten durch den Einsatz digitaler Medizintechnik besser betreuen zu können.
Dabei können speziell geschulte Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) im Rahmen delegierter Hausbesuche telemedizinische Geräte einsetzen und medizinische Daten zur ärztlichen Beurteilung übermitteln.
Je nach HZV-Vertrag bestehen hierfür besondere Versorgungsmodule oder zusätzliche Vergütungsmöglichkeiten.
Wichtig: Für die Teilnahme und Abrechnung können besondere Anforderungen an die telemedizinische Ausstattung, die Qualifikation der VERAH sowie gesonderte Nachweispflichten bestehen.
Die geltenden Voraussetzungen und Vergütungsregelungen finden Sie in den aktuellen HZV-Vertragsunterlagen für Thüringen. Erforderliche Nachweisformulare stehen dort unter „Vertragsübergreifende Dokumente“ zur Verfügung.
Leistungen, die Bestandteil des jeweiligen HZV-Vertrags sind, dürfen bei eingeschriebenen HZV-Patientinnen und -Patienten grundsätzlich nicht zusätzlich oder stattdessen über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) abgerechnet werden.
Dabei wird zwischen zwei Fällen unterschieden:
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Doppelabrechnung: Eine Leistung wird sowohl über die HZV als auch über die KV abgerechnet.
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Fehlabrechnung: Eine Leistung, die über die HZV abzurechnen wäre, wird stattdessen ausschließlich über die KV abgerechnet.
Wichtig: Doppel- und Fehlabrechnungen können zu Honorarkorrekturen und Rückforderungen führen.
Maßgeblich für die korrekte Zuordnung der Leistungen ist der jeweils gültige HZV-Ziffernkranz. Die entsprechenden Unterlagen finden Sie in den HZV-Verträgen für Thüringen.
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Zur Vermeidung von Doppel- und Fehlabrechnungen sollten folgende Punkte beachtet werden:
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HZV-Teilnahmestatus prüfen: Nutzen Sie die Online-Teilnahmeprüfung (OTP) über Ihre Praxissoftware und den HZV-Online-Key (HOK/vHOK). Beachten Sie zudem die regelmäßig bereitgestellten Informationen zum Patiententeilnahmestatus.
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Vertragsunterlagen beachten: Prüfen Sie anhand der jeweiligen Honoraranlage (Anlage 3) und des HZV-Ziffernkranzes, welche Leistungen Bestandteil des HZV-Vertrags sind.
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Leistungen korrekt zuordnen: Leistungen innerhalb des HZV-Ziffernkranzes werden grundsätzlich über die HZV abgerechnet. Leistungen außerhalb des Ziffernkranzes können bei Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen weiterhin über die KV abgerechnet werden.
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Abrechnung kontrollieren: Überprüfen Sie vor der Übermittlung, ob sämtliche Leistungen dem richtigen Abrechnungsweg zugeordnet wurden.
Die aktuellen HZV-Vertragsunterlagen und Ziffernkränze für Thüringen sowie die HZV-FAQ des Bundesverbandes bieten weiterführende Informationen.
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Das Arztportal des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes ist eine digitale Serviceplattform für Mitglieder und Teilnehmende an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV). Es unterstützt Hausärztinnen, Hausärzte und ihre Praxisteams bei organisatorischen und administrativen Aufgaben.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
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ePostfach: Digitaler Empfang von Informationen zu HZV-Verträgen, Vertragsänderungen und Neuigkeiten des Verbandes.
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HZV-Dokumente: Sicherer Abruf von Informationsbriefen zum Patiententeilnahmestatus (eInfobrief) und Abrechnungsnachweisen (eAbrechnungsnachweis).
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Patiententeilnehmerverzeichnis (PTV): Unterstützung beim automatisierten Import von HZV-Teilnahmedaten in die Praxissoftware.
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eStatistik und Praxisberichte: Übersicht und Auswertung wichtiger Kennzahlen, beispielsweise Honorarsummen, Behandlungsfälle und Fallwerte.
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Weitere digitale Services: Verwaltung von Stammdaten und Zusatzqualifikationen sowie Zugang zu ergänzenden Angeboten, beispielsweise dem arriba-Download und dem DiGA-CHECK.
Ihr Vorteil: Weniger Verwaltungsaufwand, schnellerer Zugriff auf wichtige Unterlagen und eine übersichtliche Darstellung Ihrer HZV-Daten.
Weitere Informationen zu den Funktionen und zur Registrierung finden Sie auf der Informationsseite des Bundesverbandes zum Arztportal. Der direkte Zugang erfolgt über das Arztportal.
Bei Fragen zur Registrierung oder Nutzung unterstützt Sie der HÄVG-Kundenservice unter 02203 5756-1111 oder per E-Mail an
Der Innovationszuschlag fördert im Rahmen einzelner HZV-Verträge den Einsatz moderner digitaler, technischer und nachhaltiger Infrastrukturen in Hausarztpraxen.
Zu den förderfähigen Ausstattungsmerkmalen können beispielsweise gehören:
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Online-Terminbuchung und Videosprechstunden
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Digitale Anwendungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit und zum Impfmanagement
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Elektronische Kommunikation und digitale Unterstützung der Patientenversorgung
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Maßnahmen zur nachhaltigen Praxisführung
Welche Infrastrukturmerkmale gefördert werden und in welcher Höhe eine Vergütung erfolgt, richtet sich nach dem jeweiligen HZV-Vertrag.
Wichtig: Für die Gewährung des Innovationszuschlags müssen die entsprechenden Voraussetzungen nachgewiesen werden. Die Meldung erfolgt über das Arztportal beziehungsweise das dafür vorgesehene Meldeformular.
Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und Vergütungen finden Sie in den HZV-Vertragsunterlagen für Thüringen. Das „Meldeformular digitale Infrastrukturmerkmale in der Hausarztpraxis“ steht dort unter „Vertragsübergreifende Dokumente“ zur Verfügung.
Die Einheitliche Fortbildungsnummer (EFN) dient der eindeutigen Zuordnung Ihrer Fortbildungsdaten und ermöglicht deren korrekte Verarbeitung im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV).
Sie können Ihre EFN jederzeit im Arztportal unter „Persönliche Daten“ hinterlegen oder aktualisieren.
Bei Fragen unterstützt Sie der zuständige Kundenservice telefonisch unter 02203/5756-1209.
Bei Fragen zur HZV-Abrechnung und zur praktischen Umsetzung der Hausarztzentrierten Versorgung stehen Ihnen verschiedene Unterstützungsangebote zur Verfügung:
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Praxisberatung in Thüringen: Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Thüringen bietet eine kostenfreie, individuelle Beratung direkt in Ihrer Praxis oder digital an.
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Abrechnungshilfen und Schulungen: Der Bundesverband stellt aktuelle Ziffernspicker, Vertragsinformationen sowie Online-Schulungen und weitere Hilfestellungen zur HZV-Abrechnung bereit.
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HÄVG-Kundenservice: Bei Fragen zur HZV-Abrechnung und zu organisatorischen Abläufen unterstützt Sie der Kundenservice der HÄVG AG.
Weitere Informationen finden Sie bei unserer Praxisberatung sowie im bundesweiten Informationsbereich HZV in der Praxis.
Nein. Die ärztliche Therapiefreiheit bleibt auch im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) grundsätzlich gewahrt. Medizinische Entscheidungen über Diagnostik und Behandlung liegen weiterhin in der Verantwortung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte.
Die HZV unterstützt eine leitliniengerechte, qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Patientenversorgung. Hierzu können Fortbildungsangebote, wissenschaftlich fundierte Behandlungsempfehlungen und digitale Entscheidungshilfen beitragen.
Dabei sind die gesetzlichen Vorgaben sowie die im jeweiligen HZV-Vertrag vereinbarten Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsanforderungen zu beachten.
Für Patientinnen und Patienten ist die Teilnahme an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) grundsätzlich kostenfrei.
Für teilnehmende Hausarztpraxen können Kosten entstehen, insbesondere für die erforderliche Vertragssoftware sowie die organisatorische und technische Umsetzung der HZV. Darüber hinaus wird eine vertraglich festgelegte Verwaltungskostenpauschale erhoben.
Die Höhe der Verwaltungskostenpauschale richtet sich unter anderem nach der Mitgliedschaft im Hausärztinnen- und Hausärzteverband.
Weitere Informationen zu den Teilnahmevoraussetzungen und anfallenden Kosten finden Sie auf der Informationsseite zum HZV-Einstieg sowie in den jeweiligen Vertragsunterlagen.
