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Pressestatement Fixkostendegression

Veröffentlicht am 31. August 2026
Laut einem heutigen Bericht des Tagesspiegel Background wollen die Regierungsfraktionen in die Verhandlungen gehen, um die Fixkostendegression in den Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) zu streichen.

Berlin, 31.08.2026 – Die Fixkostendegression war im Rahmen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) eingeführt worden. Sie sieht vor, dass die Vergütung für die Versorgung neuer Patientinnen und Patienten in der HZV künftig mit einem Abschlag versehen werden soll. Würden sich also mehr Versicherte für eine gesteuerte Versorgung im Rahmen der HZV entscheiden, bekämen die Hausarztpraxen für deren Behandlung eine geringere Vergütung. Vor diesem Hintergrund erklären die Bundesvorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Blumenthal-Beier:

„Sollte die Fixkostendegression in den HZV-Verträgen tatsächlich gestrichen werden, wäre das ein echter Lichtblick für die hausärztliche Versorgung in ganz Deutschland. Vor allem aber wäre es ein klares Bekenntnis der Regierungsfraktionen zur geplanten hausärztlichen Primärversorgungsreform und der zukünftigen Rolle der HZV.

 Die Fixkostendegression in der HZV war von Beginn an ein absoluter Fremdkörper im Spargesetz. Sie wurde nicht von der Finanzkommission vorgeschlagen. Sie widerspricht völlig den Mechanismen in der HZV, sodass eine Umsetzung praktisch unmöglich ist. Und am wichtigsten ist: Sie torpediert das eigene Vorhaben der Regierung, ein verbindliches Primärversorgungssystem umzusetzen, indem sie die Hausarztpraxen, die sich bereits aktiv an einer gesteuerten Versorgung beteiligen, dafür abstraft und schwächt. Wer den Strukturwandel in unserem Gesundheitssystem einleiten und dabei auch explizit auf die Hausarztpraxen und die HZV bauen will, darf nicht im Vorhinein beides zusammenkürzen.

Dass die Risiken erkannt wurden und offensichtlich bereits aktiv nach Wegen gesucht wird, die Fixkostendegression zu streichen, macht Mut. Jetzt wird es darum gehen, diesen Beschluss schnellstmöglich umzusetzen und die Fixkostendegression zu streichen. Die Richtung, die die Fraktionen nun einschlagen, ist definitiv die richtige. Sie zeigen damit, dass ihnen die Zukunft der hausärztlichen Versorgung wichtig ist!“